Fritz Streitberger hat alles aufgezeichnet. Die Geschichte seiner Eltern, Großeltern und vor allem seine eigene: Als Sohn eines evangelischen Pfarrers erlebte er eine behütete Kinder- und Jugendzeit, die auch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zunächst nicht belastet wurde. Er erinnert sich, wie er die Jahre des Hitlerregimes, seine Einberufung als Luftwaffenhelfer und Funker bei der damaligen Wehrmacht durch- und überlebte, und wie er die unmittelbare Nachkriegszeit als Student der evangelischen Theologie und als Vikar verbrachte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.03.2009
Klaus Natorp hat die Erlebnisberichte der Flakhelfergeneration ein bisschen dicke. Zwar weiß Natorp um den Wert, den solche Schilderungen mitunter für den Historiker haben können, und die Unverwechselbarkeit jedes Einschicksals ist ihm auch bewusst. Wer sich, aus der jüngeren Generation zumal, außerdem dafür interessieren soll, weiß er jedoch nicht so genau. Den Band des aus einem evangelischen Pfarrhaus stammenden Fritz Streitberger liest Natorp also mit gemischten Gefühlen. Immerhin sieht er die Legende vom nationalsozialistisch leicht indoktrinierbaren evangelischen Christen durch Streitbergers Geschichte widerlegt und erkennt, dass es möglich war, "unbefleckt" durch das Dritte Reich zu kommen. Skeptisch bleibt Natorp dennoch. Die Faktentreue von Darstellungen wie der vorliegenden sei "bisweilen fragwürdig".
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