Die Yakuza - die japanische Mafia - ist fest im sozialen Gefüge des Landes verankert. Ihre kriminellen Aktivitäten umfassen Glücksspiel, Drogenhandel, Prostitution, Schutzgelderpressung u.v.m. Die Autoren haben Interviews sowohl mit hochrangigen Yakuza-Bossen verschiedener Syndikate geführt, als auch einfache Mitglieder, Opfer, Gegner sowie Vertreter der Justiz getroffen und befragt. Überdies haben sie einschlägiges japanischsprachiges Quellenmaterial eingehend analysiert und verwertet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2017
Etwas zu weit geht die sympathisierende Nähe der Autoren zu ihrem Thema dem Rezensenten Urs Matthias Zachmann. Was Wolfgang Herbert und Dirk Dabrunz in laut Zachmann bemerkenswerter Recherchearbeit über die japanischen Yakuza ans Licht fördern, scheint ihm dennoch lesenswert, entlarvend und historisch kundig. Wo die japanische Unterwelt überall mitmischt erfährt der Rezensent ebenso wie deren Probleme (Überalterung, Nachwuchsmangel). Westliche wie japanische Fachliteratur, vor allem aber Primärquellen wie Memoirenliteratur der Yakuza findet Zachmann für den Band gründlich ausgewertet. Sprachlich gäbe es noch was zu tun, meint der Rezensent, doch die Fülle der Informationen im Band scheint ihm überwältigend genug, um zu beeindrucken. Wäre da nur nicht der Stil, den Zachmann lieber nicht objektiv-kritisch nennen möchte.
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