Die Hamburger Forschungen zur Kunstgeschichte wollen kritischer Kunstgeschichte ein Forum bieten. Forschungsansätze aus dem Hamburger Seminar, die auf der Grundlage einer von Aby Warburg und Erwin Panofsky begründeten Tradition weiter entwickelt wurden, sollen ebenso vertreten sein wie jüngere Ansätze im Fach und in den Nachbardisziplinen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.11.2002
Durchaus ein interessantes Thema bearbeitet dieses Buch, das sich mit dem Wandel der Bedeutung von Materialien im Alltag, besonders aber in der Kunst beschäftigt, findet Veronika Schöne - gerade weil das Verhältnis von Oberfläche und Substanz in den letzten Jahren großen Veränderungen unterworfen war. Schöne ist sehr angetan von der Vielfalt der in diesem Band erörterten Themen, die sich mit Architektur ebenso beschäftigen wie mit der Rolle von Müll für die Eventkultur. Sogar die Materialkultur im Mittelalter ist eines der Themen in diesem Aufsatzband. Als "implizites Resümee" dieser Aufsatzsammlung sieht Schöne die These, dass "der Glaube an die Kraft der Materialien längst dem schönen Schein gewichen ist". "Heute über Material zu sprechen, heißt, über Oberflächen zu reden", glaubt die Rezensentin und sieht überall Mogelpackungen, "in den Materialwerte nur zitiert werden".
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