Detlev Schöttker (Hg.)

Im Haus der Briefe

Autoren schreiben Ernst Jünger. 1945-1991
Cover: Im Haus der Briefe
Wallstein Verlag, Göttingen 2011
ISBN 9783835308664
Gebunden, 151 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Ernst Jünger hat in mehr als achtzig Jahren unzählige Briefe geschrieben und erhalten von durchaus unerwarteten Schreibern, darunter einigen Mitgliedern der Gruppe 47 und auch von Emigranten. Die Edition präsentiert größtenteils unveröffentlichte Briefe von etwa 50 Schriftstellern, Publizisten und Wissenschaftlern, die hier ihr Verhältnis zu Jünger erläutern oder Ideen einer Zusammenarbeit entwickeln, darunter Wolfdietrich Schnurre, Alexander Mitscherlich, Siegfried Unseld, Alfred Andersch, Paul Celan, Werner Heisenberg, Karl Jaspers, Hubert Fichte, Hans Mayer, Gershom Scholem, Heiner Müller und Walter Kempowski.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.10.2011

Die 52 Briefe von Autorenkollegen, die Ernst Jünger zwischen 1945 und 1991 empfangen und akribisch gesammelt hat, haben Jan Röhnert nur selten mit Gewichtigem überrascht. Zumeist sind die Briefanlässe heute nicht mehr wirklich interessant, stellt er fest. Aber ein paar Briefe haben ihn dann doch stärker gefesselt, wie etwa Ernst Niekischs bittere Abrechnung mit früheren Weggefährten. Für Röhnerts Gefühl schaffen es allerdings nur wenige Briefschreiber, das Gleichgewicht zwischen "Verehrung und Distanz" zu halten und hier sticht Heiner Müllers Brief an Jünger aus dem Jahr 1987 hervor, in dem dieser über seine erste Begegnung mit Jüngers "Blätter und Steine" schreibt. Viel mehr als "Appetithappen" stellt dieser Band für den Rezensenten nicht da, für Leser, die das Werk Jüngers schon ganz gut kennen aber, glaubt er, ist aber schon Interessantes dabei.
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