Detlef Linke

Kunst und Gehirn

Die Eroberung des Unsichtbaren
Cover: Kunst und Gehirn
Rowohlt Verlag, Reinbek 2001
ISBN 9783499602580
Taschenbuch, 250 Seiten, 13,24 EUR

Klappentext

Ist Genialität eine Hirnstörung? Oder wie entsteht Kunst? - "Kunst und Gehirn" ist ein hirntheoretisches Buch über die Kunst und ein kunsttheoretisches Buch über das Gehirn. Vor allem geht es aber um Menschen - um bekannte wie van Gogh, Leonardo da Vinci oder Beuys und um unbekannte wie den Studenten, der sich im Selbstversuch auf Linkshändigkeit umschulte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.08.2001

Der Neurologe Detlef B. Linke sucht nach den Orten künstlerischer Begabung im menschlichen Hirn. Gefunden hat er sie wohl nicht, glaubt man der Rezensentin Manuela Lenzen. Zugrunde liegt ein "ernst genommener Naturalismus", der davon ausgeht, dass außergewöhnliche Leistungen von außergewöhnlichen Hirnen hervorgebracht werden. Schlüssige Beweise aber bietet Linke für seine Andeutungen nicht, kritisiert die Rezensentin: Es gibt "Assoziationen", aber keinen "roten Faden". Das ständige Hin- und Hergespringe von einem Thema zum nächsten hat Lenzen offenkundig endgültig an die Grenzen ihrer Geduld gebracht: "Das ist nicht genial, das ist nicht kreativ, das ist verquast."
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.07.2001

Anregend findet der Rezensent mit dem Kürzel "upj." Die experimentierfreudigen Essays des Bonner Hirnchirurgen und Neurophysiologen Detlef Bernhard Linke über den Zusammenhang zwischen Hirnstrukturen und künstlerischer Offenbarung. Geradezu vorbildlich habeder Autor, der zur Zeit auch einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Düsseldorf ausübt, die Grenzen zwischen Kunst und Naturwissenschaft überschritten, lobt der Rezensent. Und da stört es ihn überhaupt nicht, dass eigentlich nicht deutlich wird, ob Linke nun hirntheoretisch über die Kunst oder kunsttheoretisch über das Hirn reflektiert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.07.2001

Der Anspruch des Hirnforschers Detlef B. Linke, Kunst anhand hirnphysiologischer Erkenntnisse zu interpretieren, ist dem Autor nicht gut bekommen, meint der Kunsthistoriker und Rezensent Thomas Zaunschirm. Reichlich abwegig, wenn nicht gar abstrus findet der Rezensent die Idee Linkes, Leonardo da Vincis oder Vincent van Goghs Gemälde so umzudeuten, dass sie Rückschlüsse auf die Gehirnstrukturen der Künstler zulassen. Zaunschirm jedenfalls setzt - deutlich verärgert ob dieser Krämerei in fremden Gefilden - alle Hoffnung darauf, dass kein Kunsthistoriker auf die Idee kommt, Hirnforschung aus kunsthistorischer Sicht zu betreiben.

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