Herausgegeben vom Bundeskriminalamt. Mit der Initiative zur Aufarbeitung der Geschichte des Bundeskriminalamtes wollen wir einen aktiven Beitrag zur Erinnerungskultur leisten. Dafür brauchen wir eine transparente, im Dialog mit der Öffentlichkeit geführte und wissenschaftlich fundierte Diskussion. Um den Anspruch einer "lernenden Behörde" gerecht zu werden, ist es wichtig, den Prozess der Aufarbeitung auch öffentlich zu vollziehen und für Jede und Jeden nachvollziehbar zu dokumentieren. Das vorliegende Buch dokumentiert die Beiträge eines am 6. April 2011 veranstalteten Kolloquiums zur Präsentation, Diskussion und Reflexion erster Ergebnisse eines im Auftrag des Bundeskriminalamtes von Professor D. Wagner von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführten Forschungsprojekts, sowie Reaktionen auf den Aufarbeitungsprozess der Geschichte des Bundeskriminalamtes.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.02.2013
In verschiedenen, im Hermann Luchterhand Verlag erschienenen Studien arbeitet das Bundeskriminalamt seinen eigenen nationalsozialistischen Hintergrund auf, berichtet der Marburger Historiker Eckart Conze in seiner Besprechung zweier in diesem Rahmen entstandener Bücher: "Schatten der Vergangenheit" und "Der Nationalsozialismus und die Geschichte des BKA". Neben der drängendsten Frage, wie es geschehen konnte, dass das BKA bis in die siebziger Jahre hinein von ehemaligen SS-Mitgliedern bestimmt war, interessiert Conze auch die umgekehrte Frage: Wie konnte sich eine so massiv nationalsozialistisch geprägte Behörde zu einem rechtsstaatlichen Organ der inneren Sicherheit entwickeln? Beide Fragen findet er in den Bänden aufschlussreich beantwortet, wobei Conze als besonders verdienstvoll erachtet, dass die Herausgeber auf das im Nachkriegs-Westdeutschland überstrapazierte Narrativ der Erfolgsgeschichte verzichten.
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