Herausgegeben von der Messerschmitt-Stiftung. Mit Beiträgen von Bernd Roeck, Dorothea Diemer, Kerstin Brendel, Martin Mach und Michael Kühlenthal. Die freie Reichsstadt Augsburg ließ Ende des 16. Jahrhunderts einen vielfigurigen Prachtbrunnen mit dem Bronzestandbild ihres Gründers, des Kaisers Augustus bauen. Dieser Band beschreibt seine Bedeutung für die Stadtgeschichte und seine Stellung im Kontext der zeitgenössischen Bronzebrunnen. Besonderes Augenmerk gilt den jüngst durchgeführten, umfassenden Restaurierungsarbeiten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.08.2004
Bernd Roeck, Dorothea Diemer, Kerstin Brendel und Michael Kühlental dokumentieren in diesem "schönen Bildband" die Prozedur der Restaurierung des berühmten Augsburger Augustusbrunnen sowie deren Ergebnis, berichtet Rezensentin Ira Mazzoni. In "sinnlichen Nahaufnahmen", lobt die Rezensentin, präsentiert der Fotograf Achim Bunz die restaurierten "Wassergötzen", die spielenden Putti und den Friedenstifter. Und erklärt werden, lobt Mazzoni, dabei nicht nur das Bronzegussverfahren, Schadensbilder und Restaurierungsgeschichte, sondern der Band biete zudem auch zwei lesenswerte Beiträge zu den politischen Hintergründen der Entstehung (Bernd Roeck) und zur kunsthistorischen Bedeutung (Dorothea Diemer) des Brunnens. Nicht zuletzt nämlich erfahre man hier von einem aus heutiger Sicht ebenso verblüffenden wie aufschlussreichen Umstand, findet die Rezensentin: Der Prachtbrunnen nach italienischer Mode war eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, ein Wirtschaftsförderungsprogramm in Zeiten allgemeiner Depression.
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