Herausgegeben von Bernhard Emunds und Hans Günther Hockerts. In der politischen Ideengeschichte der Bonner Republik nimmt Oswald von Nell-Breuning SJ (1890-1991) einen bedeutenden Platz ein. Als führender Kopf des Sozialkatholizismus entwickelte er markante Positionen der Kapitalismuskritik; als Autor, Redner und Politikberater gewann er erheblichen Einfluss auf die sozialpolitische Bändigung des westdeutschen Kapitalismus. Diese ist heute - in Zeiten des "Neoliberalismus" und der "Globalisierung" - gefährdet. Daher stellen die Beiträge dieses Bandes Nell-Breunings Ideen und Vorschläge nicht nur im Kontext seiner Zeit vor. Sie fragen auch, ob sich daraus etwas für die Gegenwart lernen lässt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2016
Der hier rezensierende Historiker und Politikwissenschaftler Peter Steinbach stellt die Aktualität mancher Zitate des Sozialethikers Oswald von Nell-Breuning fest. Zugleich scheint es ihm richtig, wenn die Herausgeber des auf eine Tagung zurückgehenden Sammelbandes diesen Zitatenschatz nicht ausschlachten. Bernhard Emunds und Hans Günter Hockerts Beiträger zeigen laut Steinbach stattdessen Substanzielles aus dem Denken des engagierten Jesuitenpaters und versuchen es auf die aktuelle Schuldenkrise anzuwenden. Dass sie dabei weder überhöhend noch überheblich vorgehen, findet Steinbach positiv. Zu den sozialpolitischen Verfasstheiten der Unternehmen, zu Lohn- und Vermögensfragen, marktwirtschaftlicher Preisbildung, Moral und Menschenwürde scheint ihm Nell-Breuning allerdings Bemerkenswertes gedacht und geschrieben zu haben.
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