Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Michael Grimm und Angelika Müller. Dan Selby und seine Frau Rachel müssen hilflos mitansehen wie sich ihre finanzielle Situation weiter zuspitzt. Sie haben ihre gutbezahlten Jobs aufgeben und ihre gesamten Ersparnisse in ein kleines vielversprechendes Software-Start-up investiert, das Dan mit seinem Freund Warren Costas gegründet hatte. Doch Costas ist nach Meinungsverschiedenheiten inzwischen auf einem anderen Trip und will die gemeinsame Firma zerstören. Als einer von Dans Freunden betrunken einen Russen erwähnt, der weiß, wie man Probleme wie Warren löst, öffnet Dan eine Tür, die man besser nicht öffnen sollte ….
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2026
Gerne folgt Rezensent Hannes Hintermeier dem hierzulande noch unbekannten, amerikanischen Krimi-Autor in die Abgründe dieses Romans. Dabei beginnt er zunächst noch im wohlsituierten Bürgertum: Der Protagonist Dan Selby gründet zusammen mit seiner Frau Rachel und seinem Freund Warren eine IT-Firma, die anfangs gut läuft, erzählt uns der Kritiker. Als dann jedoch mehrere Sabotageversuche auf Warren zurückgeführt werden und die Firma unterzugehen droht, ist Dan außer sich vor Wut und trifft die folgenschwere Entscheidung, die Dienste eines Auftragsmörders in Anspruch zu nehmen. Aus einem Normalo wird so ein "Bewohner der Schattenwelt", erzählt der Kritiker, denn der Killer verlangt von Dan nach getanem Job nicht nur Geld, sondern einen neuen Mord. Der Kritiker sieht in dieser Handlungsentwicklung die Dekonstruktion einer scheinbar gesicherten, bürgerlichen Existenz und eine Kritik an den Selbstverwirklichungsversprechen des amerikanischen Traums. Worin sich dieser von herkömmlichen Krimis unterscheide, sei der durchweg analytische Schreibstil, der jeden Schritt des Protagonisten präzise einfange. Weitaus mehr als "Dutzendware", freut sich Hintermeier.
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