Klappentext
Aus dem Englischen von Peter Torberg. Grace ist genial. Ihr Job: Meisterdiebin. Ihre Beute: Luxusgüter. Ihre Opfer: die Reichen und Schönen von Australiens Küstenstädten. Identitäten streift sie ab wie Perücken, falsche Papiere zückt sie ebenso schnell wie erfundene Vergangenheiten. Was sie nie hatte, ist ein normales Leben. Doch ein Job in einem kleinen Antiquitätenladen in den Adelaide Hills verspricht erstmals einen Ort, den sie Zuhause nennen kann. Grace freundet sich mit der schüchternen Eigentümerin Erin Mandel an. Es läuft gut für die beiden - doch Grace weiß, dass so manch alter Feind auf der Suche nach ihr ist. Was sie nicht weiß: Auch Erin wird von rachsüchtigen Blicken verfolgt.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 16.03.2026
Rezensentin Katrin Doerksen freut sich schon auf weitere Krimis um diese notorische Diebin im neuen Roman von Garry Disher. Wie die Protagonistin um ein ehrliches Dasein ringt, aber immer wieder von ihrer kriminellen Vergangenheit eingeholt wird, findet Doerksen meisterhaft erzählt. Die Erkenntnis, dass Moral nicht Schwarzweiß ist, lässt der Autor gekonnt als erzählerisches Grundprinzip in seinen Text einfließen, so Doerksen. Nüchterner Realismus ist Trumpf bei diesem Meister, der Action allerdings ebenso gut beherrscht, wie die Rezensentin bewundernd feststellt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 25.02.2026
Rezensentin Sylvia Staude bewundert einen weiteren "meisterhaft" geschriebenen Kriminalroman des Australiers Garry Disher. Im Zentrum steht Grace, eine junge Diebin, die unter falschem Namen lebt und ständig auf der Flucht ist, lesen wir. Vor ihrem Ziehbruder Adam, dem sie einst eine teure Uhr stahl, und vor der eigenen Vergangenheit mit einem korrupten Polizisten, lesen wir. Disher flechte mehrere Handlungsstränge ineinander und lasse manche "nonchalant in der Luft baumeln". Staude schätzt besonders die moralische Uneindeutigkeit der Figuren: Adam grübelt nachts über "gute und schlechte Verbrechen", Grace denkt erstmals über ein normales Leben nach. Disher sei viel zu gut, als dass er der Leserin solche Fragen beantworten würde, so die Kritikerin.
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