Daniela Kloock (Hg.)

Zukunft Kino

The End of the Reel World
Cover: Zukunft Kino
Schüren Verlag, Marburg 2008
ISBN 9783894724832
Gebunden, 340 Seiten, 49,00 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Mit Beiträgen von Peter Greenaway, Edgar Reitz, Tom Tykwer, Thomas Elsaesser, Norbert Grob, Elisabeth Bronfen, Peter Glaser, Susanne Weingarten, Georg Seeßlen und vielen anderen.
Die siebte Kunst ist dabei sich radikal zu verändern. Unter dem Vorzeichen der Digitalisierung entstehen neue Filmbilder, neue Wahrnehmungs- und Rezeptionsformen, neue Techniken des Sehens, Erzählens und Produzierens. Von einer technologischen Revolution ist die Rede, die so grundlegend und umfassend ist, dass sie nicht nur in technologischer Hinsicht einen Medienumbruch bedeutet. Szenarien sind denkbar, die das Kino zu etwas vollkommen Neuem werden lassen, das vielleicht nichts mehr mit dem zu tun hat, was Kino heute für uns bedeutet.
Sind diese neuen Bilder kälter, präziser oder fantasievoller? Die Geschichten vielschichtiger, erfindungsreicher? Kann uns eine digital animierte Marilyn Monroe verführen, fasziniert uns ein digitaler Riesenaffe? Hat Kino als Ort überhaupt noch eine Chance? Worin besteht sein Zauber, sein Geheimnis, seine Zukunft?Filmpublizisten, Film- und Medienwissenschaftler, Informatiker, Schriftsteller und Filmemacher gehen den Spuren dieser Veränderungen nach und beziehen dabei kontroverse Standpunkte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.05.2008

Rezensentin Verena Lueken liest mit Erleichterung das Wort "Zukunft" im Titel dieses Buches über das Kino, hat sie doch schon allzu oft von seinem endgültigen Niedergang gehört. Für diesen umfangreichen, mit überraschenden Bildern bestückten Band hat die Herausgeberin Daniela Kloock fast jeden, der in Sachen Film Rang und Namen hat, um Beiträge gebeten oder selbst befragt, stellt die Rezensentin beeindruckt fest. Die schiere Informationsmenge, sowohl was die Technik als auch was die Geschichte des Kino angeht, ringen ihr ebenfalls Bewunderung ab. Lueken findet es beruhigend zu lesen, gegen wie viele technische Neuerungen sich das Kino in seiner Geschichte schon behauptet hat. Und in den ans Ende des Buches gestellten Interviews, die Kloock mit Filmemachern geführt hat, konstatiert Lueken einen "pragmatischen Zugang" zum digitalisierten Film, der so etwas wie Untergangsstimmung zur Freude der Rezensentin kaum aufkommen lässt.
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