Amin Farzanefar

Kino des Orients

Cover: Kino des Orients
Schüren Verlag, Marburg 2004
ISBN 9783894723927
Kartoniert, 276 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Mit 100 schwarz-weiß Abbildungen. Islamismus, Migration und Globalisierung, Postkolonialismus und ethnische Konflikte finden sich im Kino der islamischen Welt ebenso wie private Dramen zwischen Tisch und Bett, Liebe und Leid. In der Betrachtung löst sich die Vorstellung eines einheitlichen Kulturraumes "Orient" bald auf, Ägypten, Iran, die Türkei, Afghanistan haben sehr unterschiedliche Filmkulturen. Dieses Buch stellt die Vielfalt, die Gegensätze und dann wieder die einigenden Züge heraus. In ausführlichen Interviews kommen Filmregisseure aus verschiedenen Ländern zu Worte. Bündige Vortexte zu den einzelnen Gesprächen sollen den Inhalt der abgehandelten Filme genauer beschreiben, den Hauptkonflikt, zentrale Bilder, die besondere Ästhetik etc. herausstellen, und dies alles eventuell in den jeweiligen kulturellen, politischen, filmhistorischen Kontext
einbetten.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2005

Sehr angetan ist der rezensent "als" von diesem Buch über die Kinowelten arabischer Länder, das der Filmjournalist Amin Farzanefar nach Informationen des Rezensenten in den Kontext der "gegenseitigen Bildmaschinerie im Echo von 9/11" stellt. Farzenafars Anliegen sei dabei, "sowohl die alten, verschnörkelnd-verklärenden Orientphantasien wie auch die neuen Phantombilder des Westens im Blick sanft durchzuschütteln". Dafür hat er Interviews mit verschiedenen Filmemachern geführt und stellt die Filmlandschaften der verschiedenen Länder vor. Sehr überraschend war für den Rezensenten dabei, wie "widersprüchlich, divers, komplex und rhizomatisch in unzähligen Traditionen verwurzelt" sich das "orientalische" Bild-Erzählen eigentlich darstellt.
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