Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.05.2000
Alexandra M. Kedves erzählt in ihrer Rezension zunächst - nicht ohne Anzeichen leichter Ermüdung - vom Inhalt des Buches, um am Ende überraschend dann doch eine Empfehlung für den Roman auszusprechen. Es sei kein "erwachsenes (...), aber ein lesbares Buch übers Erwachsenwerden", resümiert sie. Allerdings räumt sie ein, dass der Autor hier inhaltlich nicht gerade Neuland betreten hat, wenn er über die wilden Jahre in Zürich, über spießige Eltern, von "Hasch, Hass und großer Liebe "erzählt. Und von dem Katzenjammer, der sich einstellt, wenn der Protagonist (oder der Autor selbst?) feststellt, dass für seine Altersgenossen plötzlich Gesundheit, Kinder, der Bau eines Hauses und esoterische Anwandlungen wichtiger werden als Revolte. Aber die Rezensentin zeigt sich dennoch nachsichtig: Für "jugendlichen Weltschmerz" habe der Autor durchaus den angemessenen Ton getroffen.
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