Margrit Schriber

Die Stickerin

Cover: Die Stickerin
Bilger Verlag, Zürich 2024
ISBN 9783037621110
Gebunden, 233 Seiten, 30,00 EUR

Klappentext

Die Testamentseröffnung der reichen amerikanischen Tante lehrt ihrer Sippe das Staunen. Als Bauerntocher und Fädlermädchen war sie aufgebrochen, als Schaustickerin hat sie sich zu den Sternen katapultiert - alle sind sie jetzt da, doch wer kennt die "Crazy Woman MAR?" Maria Antonia Räss' - kurz: MAR - Umgang mit Berühmtheiten wie Walt Disney und Coco Chanel sprengte das appenzellische Mass. Ihr Broderiehaus errichtet sie an bester Lage im Rockefeller Center von New York. Und bringt die Appenzellerinnen und Appenzeller bei ihren Besuchen aus der Fassung, wenn sie im Fond des weißen Cadillacs mit ihrem schwarzen Fahrer durch die Wellenhügel schaukelt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.04.2024

Recht wohlgemut und inspiriert zeichnet Nadine A. Brügger die Geschichte, die Margrit Schriber in ihrem Roman über "Miss Rass", alias Maria Antonia Räss erzählt. Es ist die Geschichte einer hochvirtusoen Stickerin, einst "auf dem Grüt im appenzellischen Eggerstanden" geboren, die in der so auf Bescheidenheit bedachten Schweiz nicht anders konnte als auffallen - durch ihre körperliche Kleinheit zunächst, aber vor allem durch ihren Witz, ihre Intelligenz, ihre genial Stickkunst und den Fakt, dass sie aus der Schweiz nach New York auswanderte, von wo sie als Self-Made-Millionärin ab und an in der Business Class der Swiss Air in die Heimat zurückkehrte. Margit Schriber ist inzwischen eine respektierte Größe in der Schweizer Literatur, erläutert die Rezensentin, lange vor allen anderen fing sie an, Geschichten über Frauen zu erzählen. Diese Geschichte hier ist wahr, so die Rezensentin, aber von den Autorin dennoch als Roman erzählt und ab und zu auch ein bisschen ausgeschmückt. Aber das Räss Walt Disney begegnet war und dass dieser sie zur Auswanderung inspirierte - gehört zur Wahrheit. Ob das auch für die Maus gilt, die Disney auf einem Bild entdeckt hatte, das Räss ihm geschenkt hatte, und die angeblich Micky hieß, bleibt offen.

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