"Du kannst sie haben." Damit beginnt das tödliche Liebesspiel zwischen zwei Männern und einer Frau in diesem heissen Sommer in einem heruntergekommenen Hotel. Was in ihrer Jugend unter amour fou lief, ist jetzt ein abgekartertes Spiel, ein mörderisches Drama. Wer hat wen getroffen? Wer hat was beobachtet? Wieviel weiß der Portier, der von der gleißenden Sonne über Aix-en-Provence träumt? Wer ist Lene, die seltsame Femme fatale aus der Hotelbar, hält sie die tödlichen Fäden in der Hand? Und wie hört es sich an, wenn eine Leiche erzählt?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.02.2011
Eingenommen zeigt sich Rezensent Andreas Langenbacher für Pierre Chiquets Kriminalroman "Der Springer". Die in einem Baseler Stundenhotel spielende Dreiecksgeschichte, die in einem Mord mündet, betrachtet er als eine stilvoll und raffiniert konstruierte Versuchsanordnung, die sich dem Leser erst allmählich erschließt. Das komplexe voyeuristische Szenario, das Chiquet erschafft, findet Langenbacher durchaus "vertrackt". Aber es ging dem Autor seines Erachtens auch nicht darum, einen schnellen Krimi-Knaller zu schreiben. Er sieht in dem Roman vielmehr einen "gerissenen kleinen Meta-Krimi", der über seinen Inhalt weit hinausweist.
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