Daniel C. Dennett

Spielarten des Geistes

Wie erkennen wir die Welt? Ein neues Verständnis des Bewusstseins
Cover: Spielarten des Geistes
C. Bertelsmann Verlag, München 1999
ISBN 9783570120071
                         , 218 Seiten, 20,40 EUR

Klappentext

Geist und Bewußtsein - bestimmen sie die eherne Trennlinie zwischen dem Menschen und all den anderen Wesen, die den Planeten Erde beleben? Oder besitzt auch ein Hund Geist? Das Denken über das Denken gehört, so der Philosoph Daniel C. Dennett, zu den spannendsten Abenteuern aktueller Forschung. Unter Berücksichtigung neue Erkenntnisse und Konzepte aus Philosophie, Neurobiologie und dem Forschungsgebiet zur künstlichen Intelligenz verfolgt Dennett die Entstehung des Geistes durch die Evolution. Vor etwa vier bis fünf Milliarden Jahren, so seine These, gab es eine Welt ohne Geist. Dann entwickelten sich Makromoleküle, die irgendwann die Eigenschaft, sich selbst zu verdoppeln, erwarben und perfektionierten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.03.2002

"Erstaunlich." Der Mensch ist für Autor Daniel C. Dennett etwas ganz besonderes, schreibt Rezensent Frank Ufen. Werkzeuge machen ihn "intelligent", gibt er den Autor wieder. Zwar kann Dennett nicht klären, wie das menschliche Bewusstsein entstehen konnte, so Ufen, aber er kann "mit äußerster Präzision" seine Besonderheiten herausarbeiten. Was dabei herauskommt, findet der Rezensent einfach "erstaunlich" und - großes Lob - "erstaunlich leicht zu verstehen".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2000

Wolfgang Kersting refereriert das Buch in seiner Besprechung mit gelehrten Vokabeln. Dennett, der in seinem Buch "Bewusstsein" neu zu definieren sucht, scheint vor allem bei den Philosophen Rat gesucht zu haben. So bescheinigt Kersting seiner Evolutionstheorie "Hegelianismus" und eine "durch und durch anticartesianische Moral". Gleichzeitig erinnert der Autor unseren Rezensenten jedoch an den Tierfilmer Grzimek und - noch schlimmer - der Band liest sich "wie eine Volkshochschulversion von Kants Kritik der Teleologischen Urteilskraft". Alles in allem scheint Kersting mit dem Buch jedoch zufrieden zu sein. Vielleicht findet er es nur etwas zu verständlich geschrieben?
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