Clemens Meyer

Die stillen Trabanten

Erzählungen
Cover: Die stillen Trabanten
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017
ISBN 9783103972641
Gebunden, 272 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Geschichten aus der Nacht. Ein Lokführer, der die Nachtfahrten liebt, bis ein lachender Mann auf den Schienen steht. Ein Wachmann, der seine Runden um das Ausländerwohnheim dreht und sich in die Frau hinter dem Zaun verliebt. Ein Imbissbudenbesitzer, der am Hochhausfenster steht und auf die leuchtenden Trabanten der Nacht schaut. Souverän, rauschhaft und traumwandlerisch sicher erzählt Clemens Meyer von verlorenen Schlachten und überwältigenden Wünschen. Es sind Geschichten aus unserer Zeit, so zerrissen wie unser Leben, so düster wie die Welt, so schön wie die schönsten Hoffnungen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.03.2017

Jörg Magenau findet in diesem Band mit Erzählungen von Clemens Meyer Belege dafür, dass der Autor zu den prägenden Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur gehört. Atmosphärisch dicht und im Ausdruck vielfältig erscheinen ihm die Texte, die von scheuen Begegnungen im deutschen Osten handeln, von Menschen, die einander umkreisen wie Trabanten, wie Magenau erläutert. Die Orte sind laut Magenau Transitstationen, die Perspektive ist die des Verlustes und der Vergeblichkeit, der Ton melancholisch, sehnsüchtig, offen für Träume und Wünsche. Besonders gefallen haben dem Rezensenten das Diskontinuierliche, die Sprünge und Spalten zwischen den Erzählebenen, auch wenn sie ihn zwingen, aufmerksam zu lesen.
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