Stefan Moses

Ilse Aichinger

Ein Bilderbuch von Stefan Moses
Cover: Ilse Aichinger
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN 9783100005281
Gebunden, 160 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Mit ausgewählten Texten von Ilse Aichinger und einem Vorwort von Michel Krüger. Unter den vielen Persönlichkeiten, die Stefan Moses im Lauf der Jahrzehnte mit seiner Kamera porträtiert hat, ist es vor allem eine, deren großartige Präsenz ihn fasziniert und deren erstaunliche Ausdruckskraft seinen Blick immer wieder auf sich gezogen hat: Ilse Aichinger, die österreichische Autorin, mit deren Roman "Die größere Hoffnung" (1948) die deutschsprachige Gegenwartsliteratur einsetzte. Stefan Moses' Bilderbuch, das einen Bogen von Aichingers frühen Kindertagen, ihrem "doppelten Dasein" als Zwilling, bis in die späten Jahre spannt, ist eine Hommage auf eine bedeutende Persönlichkeit und Dichterin anlässlich ihres 85. Geburtstags am 1. November 2006.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.01.2007

Die Porträtierte stiehlt dem Fotografen Stefan Moses eindeutig die Schau, meint Samuel Moser, der sich als hingebungsvoller Fan von Ilse Aichinger outet. Ehrfürchtig blättert er die Bilder durch, und selbst wenn Aichinger lacht, spürt Moser darin eine "subversive Kraft", die aus der Konnotation mit dem Zustand rührt, wenn einem das Lachen einmal vergangen ist. Dies ist kein "Erinnerungsbuch", darauf besteht der Rezensent. Eher ein "memento". Und eine manchmal fast schon "voyeuristische" Dokumentation über das Altern und den Verfall, der von Aichinger in ihren "Subtexten" schon rücksichtslos beschrieben wurde.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.2006

Berührt zeigt sich Rezensent Eberhard Rathgeb von diesem Band mit Fotografien der österreichischen Schriftstellerin Ilse Aichinger, die gestern fünfundachtzig Jahre alt geworden ist. Besonders geht Rathgeb auf den Charakter der passionierten Kaffeehaus- und Kinogängerin ein. Dabei würdigt er ihren unnachgiebigen Protest gegen jede Verharmlosung, ihren ernsthaften Blick hinter das Weltgeschehen und ihre Menschenfreundlichkeit, die sie allerdings nicht davon abhält, Peter Sloterdijk als "einen der größten Schwätzer" zu beurteilen. Die vor allem von Stefan Moses stammenden Fotos lobt Rathgeb als "wunderbar".
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 01.11.2006

Rezensentin Ina Hartwig bewundert das gute "Kameraauge" des bekannten Fotografen, scheint aber keine Freundin von Stefan Moses' "Kultur-Milieu-Porträt-Ästhetik" zu sein. Wichtiger ist ihr allerdings, wie offen und wie oft lachend Ilse Aichinger in den Schwarz-Weiß Aufnahmen präsent ist. Die Rezensentin vermutet hier, die andere Seite der "kompromisslosen" Autorin zu sehen, die nur einen Roman geschrieben hat. Gelungen aus der Sicht der Rezensentin ist auch, dass Fotografien aus dem Familienarchiv die Aufnahmen von Stefan Moses ergänzen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 01.11.2006

Rezensentin Ina Hartwig bewundert das gute "Kameraauge" des bekannten Fotografen, scheint aber keine Freundin von Stefan Moses "Kultur-Milieu-Porträt-Ästhetik" zu sein. Wichtiger ist ihr allerdings, wie offen und wie oft lachend Ilse Aichinger in den Schwarz-Weiß Aufnahmen präsent ist. Die Rezensentin vermutet hier die andere Seite der "kompromisslosen" Autorin zu sehen, die nur einen Roman geschrieben hat. Gelungen aus der Sicht der Rezensentin ist auch, dass Fotografien aus dem Familienarchiv die Aufnahmen von Stefan Moses ergänzen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.10.2006

Eine "Liebeserklärung" zum 85. Geburtstag Ilse Achingers sieht Stefan Koldehoff in diesem Fotoband. Die beiden kennen sich seit dreißig Jahren, und die Aufnahmen umfassen den gesamten Zeitraum, bis zu einem Porträt der heiter wirkenden Dichterin auf einer Wiener Dachterrasse aus dem Jahr 2005. Der Band gebe auf dezente Weise auch Auskunft über biografische Parallelen von Moses und Aichinger wie Verfolgung und Kriegserlebnisse, berichtet Koldehoff. Bemerkenswert sei nun, dass dieses Buch über und für Ilse Aichinger genauso viel über den Fotografen Stefan Moses erzähle, der im übrigen gleichfalls ein großer "Sprachkünstler" sei. Und seine Fotos wirken auf den Rezensenten kongenial "präzise" und schlicht.
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