Claire Legrand

Das Haus der verschwundenen Kinder

Ab 12 Jahre
Cover: Das Haus der verschwundenen Kinder
Heyne Verlag, München 2014
ISBN 9783453267787
Gebunden, 320 Seiten, 14,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Astrid Finke. Mit 10 Abbildungen. Das Leben in der beschaulichen Kleinstadt Belleville ist genau so, wie die zwölfjährige Victoria es gern hat: übersichtlich, vorhersehbar und aufgeräumt. Und Victoria mit ihrem strengen Zopf, den ordentlichen Kleidern und den hervorragenden Noten passt perfekt nach Belleville. Eine einzige Unregelmäßigkeit erlaubt sie sich: den verträumten und vergesslichen Lawrence, der so ganz das Gegenteil von ihr ist. Lawrence ist ihr bester Freund. Als er plötzlich spurlos verschwindet, ist es allerdings vorbei mit Victorias geordnetem Alltag. Sie würde es nie zugeben, aber sie vermisst ihn furchtbar. Daher stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Was Victoria entdeckt, gefällt ihr gar nicht: Unter der glatten Oberfläche von Belleville verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Eines, das offenbar in der Erziehungsanstalt von Mrs. Cavendish seinen Ausgang nimmt. Die rebellischen Kinder, die dorthin geschickt werden, kommen ungewöhnlich still und brav zurück oder gar nicht mehr. Steckt Mrs. Cavendish hinter Lawrences Verschwinden?

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 06.12.2014

Sanften Grusel verspricht Rezensent Frank Griesheimer allen Kindern ab zehn, die sich in diesen Roman über ein junges Mädchen versenken, das einer perfiden pädagogischen Verschwörung auf die Schliche kommt, die Kinder verschwinden lässt. Das Unheimliche sickert dabei gemächlich, aber effektiv in die zunächst heile Welt von Belleville, erklärt der Rezensent, der als mögliche Stichwortgeber für Claire Legrand Tim Burton oder Stephen King anführt. Und da die Eltern an der Verschwörung gegen die Kinder durchaus beteiligt sind, geht Legrand in ihrem "psychologisch-raffinierten" Roman sogar noch ein Stück weiter als dies im Kinder-Gruselbuch üblich ist, erklärt der Kritiker. Nur Grusel ist das Buch aber auch nicht, fürchtet der Rezensen. Angesichts aktueller Debatten um Leistungsoptimierung, Konsum- und Karrieredenken könnte es realistischer sein als es auf den ersten Blick wirkt.
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