Klappentext
Aus dem Englischen von Nadia Budde. Ein weinumranktes Haus in Paris, zwölf Mädchen in zwei geraden Reihen und eine Blinddarm-OP.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 27.11.2025
Viele neue junge Leser wünscht Rezensent Jan Drees Ludwig Bemelmans' Kinderbuch, das in den USA ein Klassiker, hierzulande aber noch nicht allzu bekannt ist. Es erzählt in Reimen von zwölf in einem Heim lebenden Mädchen, informiert der Kritiker: Ein Mädchen muss sich einer Blinddarm-OP unterziehen, als die anderen sie im Krankenhaus besuchen, sind sie so fasziniert, dass sie sich auch eine OP wünschen. Die zugehörigen Illustrationen zeichnen sich durch geniale Einfachheit aus, so Drees, sie wirken oft wie bloße Skizzen und sind gerade deshalb genial. Die nun vorliegende Edition überzeugt durch beste Druckqualität, die die Illustrationen perfekt zur Geltung kommen lässt, sowie durch ein informatives Nachwort. Eine rundum gelungene Sache, findet Drees.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2025
Ludwig Bemelmans "Madeline" ist in Amerika ein Klassiker, weiß Rezensentin Lena Bopp, da steht die ungestüme Heldin in einer Reihe mit Pippi Langstrumpf oder Ronja Räubertochter. Auch im Deutschen gibt es mehrere Übersetzungen der Geschichten um das Mädchen, das in einem Pariser Internat aufwächst. Eine neue und für Bopp sehr gelungene hat nun Nadia Budde vorgelegt. "Angemessen altmodisch" findet sie die Übertragungen Buddes und zieht gleich einige Beispiele heran, auch, um zu zeigen, wie viel Hirnschmalz dabei manchmal nötig war: Aus "And all the little girls cried, Boohoo, we want to have our appendix out, too!" wird "Die Mädchen weinten, sie weinten, oje: Wir wollen jetzt auch eine Blinddarm-OP!" Für die Kritikerin auch mit den farbenfrohen Illustrationen und dem erläuternden Nachwort ein wunderbares Buch.
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