Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2000
"Wie unzeitgemäß, wie schön." freut sich Friedmar Apel über Bleisatz und Fadenheftung dieser Ausgabe in französischer Broschur. Aber am Schluss gilt das auch für die Gedichte selbst. Apel stellt uns den "sympathischen englischen Dichter und Literaturprofessor" als "bedeutenden Vermittler der deutschen Literatur" in England vor. In seiner von verschiedenen deutschen Dichtern übertragenen Lyrik gewinne er "Kontur als praktizierender Weltliterat", dessen Landschaft eine Literaturgeschichte sei: Middelton verbinde "einen Hölderlinschen Ton und Duktus mit den Metonymien eines Max Ernst, um sie in Jandls Sprachspiele aufzulösen".
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…