Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.03.2007
Felix Philipp Ingold stellt drei Neuerscheinungen des jungen tschechischen Lyrikers Petr Borkovec vor, die ihn offensichtlich gleichermaßen kaltgelassen haben. Recht ungeduldig äußert er sich über den Band "Amselfassade", der Prosa und Gedichte aus dem Jahr 2004/2005 enthält, das Borkovec in Berlin verbracht hat. Auch in diesen Notaten bleibt der Dichter seiner Naturlyrik verhaftet, die Großstadt, bemerkt Ingold spitz, "hat Borkovecs Einbildungskraft nicht merklich erweitert". Auch hier: Flora, Fauna, Kinderwelt. Am meisten stört sich der Rezensent allerdings daran, dass ihm viele Verse schlicht unverständlich bleiben. So kam bei dem Rezensenten der Verdacht auf, dass hier "in geschraubter Rhetorik" die einfachsten Dinge "lyrisch eingenebelt" werden.
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