Christoph von Marschall

Was ist mit den Amis los?

Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben
Cover: Was ist mit den Amis los?
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2012
ISBN 9783451305757
Kartoniert, 260 Seiten, 18,99 EUR

Klappentext

2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Warum sind so viele Amerikaner gegen Obamas Gesundheitsreform? Was bewegt sie beim Thema Klimaschutz? Und wie ist es grundsätzlich mit der vielbeschworenen "Wertegemeinschaft" des Westens bestellt? Was trennt und was verbindet Amerikaner und Europäer? Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten. Ein Muss für alle, die die Supermacht besuchen oder verstehen wollen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 25.10.2012

Rezensent Martin Klingst bespricht drei Bücher deutscher Korrespondenten über Amerika. Der Tagesspiegel-Journalist Christoph von Marschall versucht vor allem, das zwiespältige Verhältnis der amerikanischen Bürger zum Staat zu erkunden. Das zeigt sich zum Beispiel daran, so Klingst, dass individuelle (Bewegungs-)Freiheit ihnen wichtiger ist als staatlich verordneter Klimaschutz. Einerseits. Andererseits schildere Marschall auch ein Beispiel, bei dem Angestellte von ihren bezahlten Urlaubstagen einige an eine schwangere Kollegin abgeben. Klingst findet Marschalls Erklärungsversuch "geglückt". Jedoch missfällt ihm - ebenso wie bei den anderen Büchern -, dass der Autor sich ganz auf die Schwächen Amerikas konzentiert und alles Positive weglässt. Es hat ja einen Grund, dass Amerika immer noch das beliebteste Einwanderungsland der Welt ist, so Klingst.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.04.2012

Wer nicht viel Zeit hat und sich zu den Amerika-Anfängern zählt, dem möchte Detlef Junker das Buch des Amerika-Korrespondenten Christoph von Marschall empfehlen. An der Eignung des Autors für ein solches Buch hat der Rezensent keine Zweifel, eher an der Tiefendimension der, wie Junker feststellt, eine erstaunliche Breite abdeckenden Betrachtungen. Von persönlichen Alltagserfahrungen über Probleme der amerikanischen Ideologie, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft bis hin zu europäisch-amerikanischen Unterschieden etwa in Fragen des Verhältnisses von Markt und Staat, Freiheit und Sicherheit, Reichtum und Armut reicht die Bandbreite laut Junker. Alles, so stellt er neidlos lobend fest, geschrieben in einem flotten journalistischen Stil, klar gegliedert und unterhaltsam und mit viel "Human Touch".