Christoph R. Hatscher

Charisma und Res Publica

Max Webers Herschaftssoziologie und die Römische Republik
Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2000
ISBN 9783515075237
Broschiert, 263 Seiten, 49,08 EUR

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.10.2000

Der Althistoriker Christoph R. Hatscher versucht in seiner Dissertation die Anwendung von Max Webers Charisma-Begriff auf die Herrscher der Römischen Republik. Rezensent Wilfried Nippel begrüßt das grundsätzliche Anliegen, die - bei Weber keineswegs vorgesehene - Verengung des Begriffs "auf moderne Spielarten von Diktaturen" gilt es seiner Meinung nach zu überwinden. So recht gelungen aber sei das Hatscher nicht. Gerügt wird seine Tendenz, "einen Idealtypus in der Realität wiederfinden zu wollen". Weder Sulla noch Caesar, um die es hier geht, seien so eindeutig wie in dem Buch geschehen als charismatische Herrscher zu beschreiben. Nippel vermisst klare Brüche mit der Tradition, nie ist es seiner Ansicht nach um charismatische Erneuerung, sondern nur um "Restauration" und "Wiederherstellung" der Republik gegangen.
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