Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.07.2001
Nach über 1.600 Jahren Gültigkeit haben u.a. die Tiefenpsychologie, die feministische und die jüdische Theologie das kirchliche Dogma der Trinität zum Wanken gebracht - eine Tatsache, an der man nicht mehr vorbeiargumentieren sollte, wie der Rezensent Wolfram Kinzig meint. Die letztjährig erschienene Sammlung bereits hier und da veröffentlichter, leicht überarbeiteter Aufsätze zur Trinitätsthematik (sieben "grundgelehrte patristische Studien") des Heidelberger evangelischen Kirchenhistorikers Markschiess wolle "deren biblische Fundamentierung offenlegen". Nach Kinzig wird die Argumentation nicht überzeugend geführt, wobei die Intention allein schon fragwürdig sei. Der Autor, Träger des Leibniz-Preises lasse sich von den theologischen Umwegen, die das Dogma zwangsläufig nahm, und neueren Erkenntnissen zu wenig beirren.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…