Die Verlagslandschaft in Ostdeutschland hat sich seit 1990 radikal verändert. Von den ehemals 78 staatlich lizenzierten Verlagen der DDR existiert in eigenständiger Form nur noch ein Dutzend. Die Zahl der in dieser Branche in Ostdeutschland Beschäftigten ist auf weniger als ein Zehntel gesunken. Wo liegen die Ursachen für diesen gewaltigen Umbruch? Lag es an Struktur und Profil der DDR-Betriebe, an der Privatisierungspolitik der Treuhandanstalt oder an dem Vorgehen der neuen Eigentümer aus dem Westen? In detaillierten Einzeluntersuchungen zu Geschichte, Eigentumsform, Produktionsvolumen und Beschäftigtenzahlen aller 78 Verlage wird zugleich aufgezeigt, wo die Archive und die Rechte abgeblieben sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2009
Ein wichtiges, lehrreiches, aber aufgrund der darin geschilderten Geschichte auch ein bitteres Buch. Der Verleger Christoph Links zeichnet darin die Geschichte der DDR-Verlage nach. Von 1949-1989 werden die Fährnisse der 78 staatlich lizenzierten Verlage vorgestellt. Recht eigentlich bitter ist freilich die Nachgeschichte, die es in den allermeisten Fällen gar nicht gab. Die DDR-Verlage wurden dichtgemacht, aufgekauft, eingestellt, im besten Fall zu Imprints der Käufer aus dem Westen. "Penibel" findet der Rezensent Günter Berg - langjähriger Geschäftsführer bei Suhrkamp, nun bei Hoffmann und Campe - dieses Buch. "Spannend" und notwendig scheint es ihm überdies.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.03.2009
Jens Bisky würdigt in seiner Rezension zu Christoph Links Buch "Das Schicksal der DDR-Verlage", dass der Autor klare Worte findet für die traurigen Zustände der Ost-Verlage, ohne anzuklagen. Links habe detailliert aufgezeigt, mit welchen Problemen sich die Verlage seit der Wende konfrontiert sahen: Kaum Eigentum in Form von Anlagevermögen oder Immobilien, kaum Kapital und vor allem wenig Erfahrung im Umgang mit dem freien Markt. So sei es kaum verwunderlich, dass von damals 78 Verlagen heute noch zwölf existieren. Mit mehr politischem Willen und Einsicht "hätte es nicht so kommen müssen", stellt der Rezensent nach der Lektüre fest.
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