Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.07.2004
Offenbar inspiriert von Christoph Leistens Gedichtband gerät der Rezensent mit dem Kürzel "amo" ins lyrische Schwärmen: "Das Licht dieser Texte sind die Reflexe von Spiegelungen, ein hell-dunkles Zwielicht auch, das seismographisch Veränderungen anzeigt." Tief berührt preist der Rezensent die Wortschöpfungskunst des Dichters - zum Beispiel das Wort "Rauschgold". In gleicher Manier lobt er den Tonfall der Gedichte, der ebenso "existenziell" wie "bescheiden" die "großen, alten Fragen" stelle und nach "neuer Intensität" im Alltäglichen forsche. Auch die Fähigkeit des Dichters, "die erfahrenen Landschaften" in Sprache nachzuformen, hat den Rezensenten beeindruckt. Hier werde den "Wortfeldern" der Weg zurück zu "Flur, Stein und Staub" eröffnet.
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