Christine Fischer-Defoy (Hg.)

Frida Kahlo - Das private Adressbuch

Cover: Frida Kahlo - Das private Adressbuch
Koehler und Amelang Verlag, Leipzig 2009
ISBN 9783733803674
Gebunden, 240 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Schon zu Lebzeiten war Frida Kahlo (1907-1954) eine Legende. Zu ihren Bewunderern und Verehrern gehörten Heinz Berggruen, Andre Breton, Tina Modotti, Georgia O'Keeffe, Pablo Picasso und Leo Trotzki. Viele dieser Namen trug sie in ihr Adressbuch ein, das nun erstmals veröffentlicht wird. Mit ihm erschließt sich der private Kosmos der mexikanischen Malerin. Aus der Fülle der Materialien geht eindrucksvoll hervor, wie sehr Frida Kahlo trotz ihrer schweren Krankheit das Leben und die Menschen liebte, Männer wie Frauen gleichermaßen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2009

Andreas Platthaus ist auch vom fünften Band einer Reihe, die bereits die Adressbücher von Paul Hindemith, Marlene Dietrich, Walter Benjamin und Heinrich Mann reich kommentiert im Faksimile herausgebracht hat, hell begeistert. Er zollt der Herausgeberin Christine Fischer-Defoy auch für das faksimilierte und kommentierte Adressbuch der mexikanischen Malerin Frida Kahlo höchstes Lob und sieht hier "wichtige Mosaiksteine" zur Komplettierung einer bewegten Biografie zusammengetragen. Den großen Vorzug dieses Bandes entdeckt der begeisterte Platthaus nicht nur darin, dass natürlich auch viele Zeichnungen und farbige Hervorhebungen der Malerin enthalten sind, die einen Hinweis auf die Art der Beziehungen gibt. Er hat auch seine "detektivische Freude" an einigen Leerstellen, die sich nur durch andere Einträge füllen lassen. So werde beispielsweise Leo Trotzki, der einige Zeit bei den Kahlos wohnte und zeitweilig eine Affäre mit Frida Kahlo unterhielt, zwar nicht eigens im Adressbuch aufgeführt, und auch Fischer-Defoy widmet ihm keinen eigenen Eintrag in ihrem alphabetischen Personenregister. Dennoch lässt sich das Verhältnis von Trotzki und Kahlo durch die Einträge zu anderen wichtigen Personen in ihrem Leben rekonstruieren, freut sich Platthaus.
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