Wieland Schmied (Hg.)

Der kühle Blick

Realismus der Zwanzigerjahre in Europa und Amerika. Katalog zur Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo-Stiftung München
Cover: Der kühle Blick
Prestel Verlag, München 2001
ISBN 9783791325132
Gebunden, 335 Seiten, 50,11 EUR

Klappentext

Mit Texten von Paolo Baldacci, Jean Clair, Claudia Gian Ferrrari, Christine Lange, Magdalena Holzhey, Gerd Roos und Wieland Schmied. Dieses Buch vermittelt einen umfassenden Überblick über die realistischen Tendenzen in der Kunst der zwanziger Jahre in Europa und Amerika und zeigt, dass der Realismus jener Jahre ein weltumspannendes Phänomen war, das gleichzeitig in fast allen Ländern Europas und in den USA zur Blüte kam. Heute gehören die Werke von Max Beckmann, Christian Schad, Otto Dix, Giorgio de Chirico, Balthus, Edward Hopper, Frida Kahlo, Diego Rivera und Carlo Carrà zu den Ikonen der Weltkunst. Die Farbtafeln, knappe Einführungen zu den einzelnen Strömungen, erläuternde Texte zu den Bildern und Biografien der Künstler machen das Buch zugleich zum Nachschlagewerk.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.11.2001

Der von Wieland Schmied herausgegebene Bildband über den Realismus der Zwanziger Jahre in Europa und Amerika begleitet die gleichnamige Ausstellung, mit der die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München ihre Neueröffnung nach Umgestaltungsmaßnahmen feierte, erfährt man bei Walter Klier. An diesem Buch lässt sich für ihn bei einem Rückblick auf die Kunstströmungen des vorangehenden Jahrhunderts eine neue Tendenz in der Bewertung ablesen. Der Rezensent beobachtet eine Aufwertung der gegenständlichen Malerei, die, wie er erläutert, zuvor im Verhältnis zur abstrakten Malerei häufig als "absterbende Randerscheinung", also als weniger bedeutungsvoll, eingestuft wurde. Klier gefällt diese neue Perspektive. Er freut sich über den vorliegenden Band, der seiner Meinung nach einen eindrucksvollen Überblick über bekannte und unbekannte Meister nach dem expressionistischen Jahrzehnt gibt, deren gemeinsames Merkmal die Vorliebe für Konturen, Detailgenauigkeit und feine Übergänge sei. Klier weist darauf hin, dass es sich nur um eine Auswahl handeln könne und merkt als einzigen kritischen Aspekt das zahlenmäßige Ungleichgewicht von Kunstwerken aus den einzelnen Ländern an.

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