Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Doris Hermanns. Sie schreibt über Bildhauerei und "Blumenquälerei", über Fünfuhrtees und Sturzflüge, über Tiere vom Aguti über den Springhasen und das Meerschweinchen bis zum Mops, über den Fremdenverkehr in München und den von ihr in Berlin erlebten Wahnsinn der Inflation, über ihre Reisen nach Amsterdam und London und den Beginn einer Wüstenexpedition. Und sie schildert die turbulente Lebensgeschichte ihres Autos zwischen 1914 und 1920.
Berühmt wurde sie durch den Film "Mädchen in Uniform": die Schriftstellerin und Tierbildhauerin Christa Winsloe. Zwischen 1926 und 1933 veröffentlichte sie zahlreiche Feuilletons in deutschen Zeitungen und Zeitschriften wie "Der Querschnitt", "Berliner Tageblatt" oder "Frankfurter Zeitung", danach u.a in den USA in "The Saturday Evening Post" und "Harper's Bazaar".
Der vorliegende Band versammelt erstmals Christa Winsloes Feuilletons in Buchform, darunter auch unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2016
Rezensentin Jutta Person freut sich, dass sie mit Christa Winsloes neu aufgelegten Feuilleton-Texten eine Schriftstellerin, Feuilletonistin und tierliebe Bildhauerin wieder entdecken kann, die den "Spottsound der Weimarer Republik" glänzend beherrscht. Mit viel Humor und Verve erzählt die Bohèmienne mal im lockeren Ton, mal bissig und scharf aus der Biografie ihres Benz, mit dem sie 1914 als frisch verheiratete Braut durch Europa tourt, von Deutschland im Kriegswahn, vom American Way of Life, von Meerschweinchen, Möpsen und Sperbern, lesen wir. Ihre Texte werden von Tier-Zeichnungen und Fotografien ergänzt. Mitunter erscheint Person die Autorin ein wenig zu "red- und tierselig", doch alles in allem ist "Auto-Biografie" eine erquickliche Lektüre, meint die Rezensentin.
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