Charles Burns

Black Hole Band 3

Reprodukt Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783931377250
Kartoniert, 64 Seiten, 10,17 EUR

Klappentext

"Black Hole" erzählt eine fortlaufende Teenager-Horrorstory. Das Setting ist eine amerikanische Kleinstadtszenerie in den 50er Jahren. Dort lässt der Zeichner eine neuartige Krankheit ausbrechen, die nur Jugendliche bekommen können: Die Teenager-Pest. Ein paar Beulen, ein hässlicher Ausschlag, manche verwandelten sich in Monster oder bilden neue Körperteile. Voller Angst und doch seltsam kalt befassen sich auch die beiden Hauptfiguren mit ihrer Metamorphose. Doch nicht allein in der Krankheit liegt das Grauen. Bei Burns ist schon die Pubertät an sich das nackte Elend.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.12.2000

Charles Burns kommt vom Comic - er arbeitete für Art Spiegelmans Comic-Magazin "Raw" - und macht aus seinen Einflüssen kein Geheimnis, verrät Philipp Gassner, als da wären: Pulps, Zeichentrickfilme, TV-Serien, Rock`n Roll, die gesamte Trashkultur der 70er und 80er Jahre. Burns erzählt Horrorgeschichten als "Mittel zum Zweck", behauptet Gasser: Damit visualisiere er innere Vorgänge und Ängste in einer scheinbar heilen Welt, die besonders für Jugendliche bedrohlich wirkten. "Black Hole" lasse sich ebenso als aktuelle Aids-Metapher interpretieren, schreibt Gasser, wie auch allgemeiner fassen: es gehe um die Entdeckung der Sexualität in der Pubertät, die etwas "ebenso Wunderbares wie Traumatisierendes" habe. Für Gasser kommen die inneren Nöte der Jugendlichen mit großer Intensität rüber. Auch zeichnerisch habe Burns zu einem scharfen, unerbittlichen Schwarzweiß-Stil gefunden, der die Horrorästhetik der 50er und 60er Jahre ins Extreme steigere. Die einzelnen Episoden der nun mehr drei vorliegenden Bände verknüpften sich zu einen gewaltigen und verschlingenden Horror-Epos, schreibt der begeisterte "im schwarzen Loch" verschwundene Rezensent.
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