Aus dem Amerikanischen von Heinrich Anders. Neun Leben reichen für ihn nicht aus. Dafür ist sein Alltag einfach zu ausschweifend. Er verführt die Frauen, nimmt Drogen, säuft und rebelliert gegen jedwede Autorität. Fritz the Cat zieht wieder durch die Gegend und treibt sein Unwesen. Der Underground-Klassiker von Robert Crumb erfährt eine überarbeitete und erweiterte Neuauflage. Eine gnadenlose Abrechnung mit der Aufbruchshysterie der Hippie-Generation, mit Polizeiwillkür und Rassendiskriminierung.
Für Rezensent Christoph Haas ist die prächtige Neufauflage von Robert Crumbs Comicklassiker "Fritz the Cat" in erster Linie ein historisches Dokument. Denn der Schockeffekt, den der "asoziale und dauergeile" Monster-Kater in den Sechzigern und Siebzigern als Gegenentwurf zu den Disney-Comics auslöste, hat heute an Reiz verloren, meint der Kritiker. Mit Interesse beobachtet Haas jedoch, wie sich Crumbs Strich im Verlauf der Comics zu seiner vielgerühmten "reliefartigen Plastizität" entwickelt.
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