Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen. Giuseppe Penone ist Skulpteur, Bildhauer, land artist - und einer der sonderbarsten Künstler der Gegenwart. Aber was genau macht er? Und was bedeuten uns seine Werke? Mit tastender Vorsicht nähert sich Cees Nooteboom - auf dessen Gedichte Penone immer wieder Bezug genommen hat - dieser schillernden Welt aus natürlichen Materialien, pflanzlichen Gesten und geologischen Arrangements. Penones Winken folgend, durchschreitet Nooteboom den eigenen menorquinischen Garten, sondiert das Gepräge der Steine und der Bäume und des Wassers, den beharrlichen Eigensinn der Natur und die flüchtige Beschaffenheit der Jahre - das, woraus wir gemacht sind. Und so entsteht ein verblüffendes und aufschlussreiches Zwiegespräch zwischen der Kunst und dem Schreiben.Was weiß die Natur von uns, was wir selbst nicht wissen? Wie verständigen sich die Steine? Haben Bäume eine Sprache? Und was heißt es, mit den Händen zu denken?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.07.2023
"Frieden mit der Rastlosigkeit" hat Autor Cees Nooteboom laut Rezensent Thomas Steinfeld geschlossen. Nachdem seine letzten Werke von der Bewegung handelten, dreht sich dieses um das Bleiben und die ganz elementaren Dinge, wie Steine oder Blätter, erfahren wir. Der Dichter Nooteboom setzt sich hier mit dem Werk des Bildhauers Giuseppe Perone auseinander, das eben jene Naturelemente zum Gegenstand hat, mit denen sich Noteboom philosophisch beschäftigt. Als "freundlicher Animist" richtet er seinen Blick auf die ganz einfachen Naturobjekte und versucht, seine Verbundenheit mit ihnen zu ergründen. Ein gelungenes Geburtstagsgeschenk hat der Verlag sich hier selbst und dem Autor zu seinem 90. Geburtstag gemacht, findet Steinfeld.
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