Aus dem Niederländischen von Janine Malz. Mit Illustrationen. Eisbären, die eine ganz besondere Kleidung tragen, Pinguine, die in den Kindergarten gehen, und Seehunde, die in die Pubertät kommen: Arjan Postma wirft einen ganz besonderen Blick auf die tierische Welt um uns. Er erzählt davon, wie eine verrückte Ameise aus eigener Kraft die Welt verändern kann und nimmt uns mit zu Tieren, die Theater spielen, ihre eigenen Gerichte kochen und sogar komplette Städte errichten. Außerdem deckt Arjan Postma erstaunliche Gemeinsamkeiten zwischen Menschen und Tieren auf - von der Kinderstube der Füchse bis zum Sprachunterricht bei den japanischen Kohlmeisen. Und auch amouröse Parallelen gibt es in dem unterhaltsamen Buch: So ist Prostitution kein typisch menschliches Phänomen, und männliche Spechte haben sogar ihre eigene Höhle! Darüber hinaus behandeln die überraschenden Geschichten auch große Themen wie Führung, Kooperation, Krieg oder das Älterwerden und zeigen, dass wir Menschen einiges von den Tieren lernen können.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 06.05.2022
Rezensentin Susanne Billig hat viel Freude an diesem Buch des niederländischen Försters und Moderators Arjan Postma, der ihr Parallelen zwischen tierischen und menschlichen Marotten aufzeigt. Die titelgebende verrückte Ameise etwa ist eine Ameise, die spürt, wenn sich das Mikroklima ändert und in Folge Stück für Stück dafür sorgt, dass ein ganzer Ameisenstaat umzieht, erfährt die Kritikerin. Dass Wölfe Gemüse nicht verdauen können und deshalb den Darm ihrer Beute öffnen, um das vorverdaute Gemüse genießen zu können, lernt Billig hier ebenfalls. Überhaupt nimmt die Rezensentin aus der Lektüre viel Wissenswertes, auch Skurriles aus Sinnesleistung, Sexualität, Kriegsführung oder Werkzeuggebrauch von Tieren mit. Dass es sich um ein "populärwissenschaftliches" Buch handelt, geht für Billig in Ordnung.
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