Seraina Gilly (Hg.), Carsten Goehrke

Transformation und historisches Erbe in den Staaten des europäischen Ostens

Peter Lang Verlag, Bern 2000
ISBN 9783906764344
Broschiert, 745 Seiten, 50,62 EUR

Klappentext

Der Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft hat in den Staaten des europäischen Ostens ungleichmässige und teilweise phasenverschobene Versuche ausgelöst, das bestehende System in die Marktwirtschaft zu überführen und zu demokratisieren. Der vorliegende Sammelband will erstmals auf der Basis eines Ländervergleichs aufzeigen, in welchem Masse das jeweilige historische Erbe den Erfolg des Transformationsprozesses beeinflusst und welche Rolle insbesondere der sozialökonomische Entwicklungsgrad und das wechselseitige Verhältnis von Staat und Gesellschaft spielen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.10.2000

Louis Gerber zeigt sich in seiner Kurzkritik alles in allem sehr zufrieden mit dem Sammelband, dessen Themenschwerpunkte aus einem Seminar an der Universität Zürich hervorgegangen sind. Die Aufsätze von Dozenten, Assistenten und Studenten machten deutlich, dass die Entwicklung in den ehemaligen Ostblockstaaten trotz aller "Gleichmacherei" des Sozialismus kein "homogenes Gebilde" war. Der Rezensent lobt nachdrücklich dieses "nützliche" Buch, hat aber auch etwas auszusetzen: er moniert das Fehlen eines Personen- und Sachregisters, das bei dem Umfang der Studie hilfreich gewesen wäre, und er kritisiert die "ungewöhnliche Schreibweise" von Eigennamen und Orten, die zwar wissenschaftlich exakt sein mögen, aber störend wirken.
Stichwörter