Caroline Fraser
Murderland
Wie ein vergifteter Landstrich die berüchtigtsten Serienmörder der Geschichte hervorbrachte
Klappentext
True Crime with a twist: Caroline Frasers "Murderland" entlarvt, wie Umweltverschmutzung zu menschlichen Gewaltausbrüchen führt - anhand der Serienmorde in den USA in den 1970er und 80er Jahren In den 1970er- und 80er-Jahren war die verwüstete Industrielandschaft des pazifischen Nordwestens der USA Schauplatz einer nie dagewesenen Welle von Serienmorden: Ted Bundy, Charles Manson und viele andere Täter prägten ein albtraumhaftes Kapitel der Kriminalgeschichte. Caroline Fraser, selbst in der Region aufgewachsen, folgt den Spuren dieser Gewalt nicht nur biografisch und historisch, sondern mit einer kühnen These: Könnte die Umwelt selbst - durch Blei und Arsen verseuchte Luft, kontaminierte Böden und vergiftetes Wasser - wie ein unsichtbarer Mitspieler die grausamen Taten begünstigt haben? "Murderland" entwirft das Bild einer Gesellschaft, deren dunkle Abgründe untrennbar mit ihrer Umgebung verbunden sind.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 23.10.2026
Die Journalistin Caroline Fraser hat ein aufwühlendes Buch geschrieben, das Kriminal-, Umwelt- und Sozialgeschichte zugleich ist, wie Rezensentin Kim Kindermann festhält. Sie beschäftigt sich mit den US-amerikanischen Serienmördern der 1970er- und 1980er-Jahre wie Ted Bundy oder Israel Keyes, schildert ihre grausamen Taten ziemlich detailliert und stellt eine interessante Beobachtung auf: Die Mörder sind alle in Gegenden aufgewachsen, in denen Böden und Wasser mit Blei kontaminiert waren. Eine zu hohe Bleikonzentration kann schwerwiegende Verhaltensstörungen auslösen, lesen wir, dazu gibt es viele Quellen, die Fraser ausgiebig zitiert, und trotzdem wurden die Firmen dafür erst viel zu spät verantwortlich gemacht. Das Buch handelt der Kritikerin zufolge also auch von der Ausbeutung, die große Firmen an Mensch und Umwelt vornehmen: Spannend, mit viel Wut geschrieben, aber trotzdem nimmt sich Fraser zu viel vor, findet die Rezensentin. Zu viele Daten, Fakten und Serienmörder-Lebensläufe gehen hier durcheinander, da hätte sie sich etwas mehr Stringenz gewünscht. Nichtsdestoweniger ein aufwühlendes, zum Nachdenken anregendes Buch, schließt sie.
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