Über die globale Macht der Superreichen und den Niedergang einer Weltstadt
Carl Hanser Verlag, München 2026
ISBN
9783446283008 Gebunden, 448 Seiten, 29,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen vn Hannes Meyer- Ein junger Hochstapler, sein mysteriöser Tod und die globalen Verstrickungen der Superreichen - nach "Imperium der Schmerzen" das neue Buch des Journalisten Patrick Radden Keefe. London, 2019: Als der 19-jährige Zac Brettler vom Balkon eines Luxushochhauses in den Tod stürzt, kommt eine dunkle Wahrheit ans Licht - er hatte sich als Sohn eines russischen Oligarchen ausgegeben und immer tiefer in die kriminellen Machenschaften zwielichtiger Superreicher verstrickt. Die Polizei zeigt wenig Interesse an der Aufklärung, denn in einer Stadt, die sich längst im Würgegriff der globalen Korruption befindet, scheinen gute Geschäfte mehr zu zählen als ein Menschenleben.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 21.05.2026
Wie ein Krimi, aber ganz ohne "True-Crime-Kitsch" liest sich dieses Buch des Investigativ-Journalisten Patrick Radden Keefe für Rezensent Benjamin Knödler. Wie erfunden klingt die Geschichte, die auf seiner im US-Magazins "The New Yorker" erschienenen Reportage beruht, allerdings ist alles wahr: Es geht um den neunzehnjährigen Zac Brettler, dessen Leiche eines Tages bei der Themse entdeckt wird, erklärt der Kritiker. Hinter den ungeklärten Todesumständen des jungen Mannes, man schließt zunächst auf Selbstmord, tut sich eine abenteuerliche Geschichte auf. Denn Brettler gab sich als Erbe eines fiktiven russischen Oligarchen aus, was ihm nicht nur zu Reichtum und Ansehen in der Londoner High Society verhalf, sondern auch zu falschen Freunden und ihn nicht zuletzt in das Visier von Gangstern geraten ließ. Von der Romantik, die solchen Hochstapler-Geschichten manchmal anhaftet, ist hier nichts zu spüren, versichert der Kritiker, vielmehr entspannt sich eine traurige Geschichte um einen fantasiebegabten Jungen mit der Sehnsucht nach Reichtum. Nicht zuletzt gewährt der Autor außerdem einen spannenden Einblick in die dunklen Seiten der Londoner Luxus-Welt, geprägt von Korruption und Machthunger - eine reife journalistische Leistung, lobt Knödler.
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