Aus dem Italienischen von Monika Lustig und Catherine Hornung. Ein Serienkiller geht um, hinterlässt keine Spuren, lässt kein Muster erkennen - bis zum Showdown in Venedig.
Er ist der perfekte Serienmörder, frei von Empathie und Reue, ein Meister der Tarnung, der seine Opfer zufällig auswählt und nie zweimal am selben Ort zuschlägt, daher sein Name: der Tourist. Doch selbst der kaltblütigste Killer begeht Fehler - ausgerechnet in Venedig. Die verwinkelten Gassen und Kanäle werden ihm zur Falle, als er einer dubiosen Bande in die Quere kommt, die ihn als tödliche Waffe benutzen will. Auch der ehemalige Leiter der Mordkommission, Pietro Sambo, hat einen Fehler gemacht - gebrochen lebt er am Rande der Gesellschaft. Unverhofft bietet sich ihm eine letzte Chance.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.11.2017
Gute Krimis sind heute auch immer gute "Reiseführer", glaubt Rezensent Thomas Steinfeld, der nach der Lektüre von Massimo Carlottos "Tourist" allerdings keine große Lust verspürt, nach Venedig zu reisen. Denn der Autor nimmt ihn hier nicht nur mit ins Italien der "bleiernen Jahre", sondern er lässt seinen zwielichtigen Ex-Kommissar Pietro Sambo auch in einem Fall ermitteln, der ihn zwischen die Mühlen von kriminellen Organisationen, korruptem Geheimdienst und mordlüsternen Menschen geraten lässt. Darüber hinaus überzeugt Carlotto nicht gerade durch Beschreibungskunst, klagt Steinfeld: Plätze, Kirchen, Paläste und venezianische Gerichte werden hier eher aufgelistet als lebendig beschrieben, meint er.
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