"Eines Tages holte die Urgroßmutter das Mädchen zu sich ans Bett und sprach: 'Mein Liebes, mein Körper ist alt und knarrig geworden. Er möchte seine Ruhe haben. Und ich möchte wieder tanzen können. Es wird Zeit für mich, zu gehen. Doch der Tod kommt nicht. Ich weiß nicht, wieso. Könntest du mal nachsehen, warum er so lange auf sich warten lässt?'"Doch wo sucht man den Tod, wenn man ein kleines Mädchen ist? Und eigentlich nicht einmal weiß, ob man ihn überhaupt finden möchte? Wie sieht er aus und warum ist er verschwunden? Das Mädchen macht sich auf eine ungewisse Reise. Es trifft auf mehrere Tiere, die sich der Suche nach dem Tod anschließen. Schließlich gelangen die ungewöhnlichen Gefährten an einen besonderen Ort. Und es stellt sich heraus, dass der Tod ganz anders ist, als sie sich vorgestellt haben … Ca Rose erzählt in ihrem Bilderbuchdebüt eine philosophische Geschichte über Tod und Abschied. Die farbenpräch-tigen Illustrationen erinnern an Darstellungen des mexika-nischen Feiertags Día de Muertos, bei dem ein fröhliches Volksfest zum Gedenken an Verstorbene gefeiert wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.11.2024
Ein "Buch zum Totensonntag" hat Rezensentin Judith von Sternburg mit Ca Roses Bilderbuch über ein Mädchen, das sich für die zum Sterben bereite Urgroßmutter auf den Weg macht, den Tod zu suchen, vor sich. Sternburg ist sich nicht ganz sicher, ob das Buch auch wirklich ein Kinderbuch ist, aber es handelt eben von einem Thema, das früher oder später alle betrifft - und es enthält wunderbar vielschichtige und facettenreiche Illustrationen, die zum mehrfachen Blättern einladen. Die Kritikerin freut sich, dass die Protagonistin auf ihrer Reise allerhand freundliche Tiere kennenlernt, die bisweilen an die Bremer Stadtmusikanten erinnern und dass es mit einem an Burn-out erkrankten Tod doch noch eine Art Happy End gibt.
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