Ein Liebesabschied, der mit einem Tabu bricht"Wenn du wiederkommst, bin ich schon nicht mehr da." Der Angesprochene versteht den Satz seines Freundes am Telefon als einfache Information nach einem Streit. Aber als er nach Hause kommt, begreift er, es war die Ankündigung einer Trennung für immer. Fünfundzwanzig Jahre lang hat Matteo B. Bianchi gewartet, um diesen autofiktionalen Roman zu schreiben.Ein offenes, mitreißendes Buch über Trauer, Wut, Liebe. Über diejenigen, die nach dem selbstbestimmten Tod eines nahestehenden Menschen zurückbleiben. Was habe ich übersehen? Was hätte ich anders machen müssen? - Sie sind alleine mit ihren Fragen, aber dieses Buch wird ihnen Antworten geben, wie es nur wahre Literatur kann, schlicht, präzise, ins Herz treffend.
Rezensentin Katharina Teutsch schätzt den Italiener Matteo Bianchi als Yoko-Ono-Biograf und auch das vorliegende Buch scheint die Kritikerin mit Interesse gelesen zu haben. Bianchi widmet sich in diesem autobiografischen Roman dem Suizid seines Ex-Partners, der sich, obwohl schon Bianchi getrennt, in der gemeinsamen Wohnung erhängte. Im Buch geht es aber weniger um jenen A., als vielmehr um den Hinterbliebenen, der noch vor zwanzig Jahren mit seinem Schmerz über den Selbstmord allein dastand. Teutsch liest von dessen Odysee durch psychiatrische und psychotherapeutische Institutionen, Bianchis erneuter Annäherung an den verstorbenen Partner, aber auch von den Schwierigkeiten des Coming Outs jenes Mannes, der einst Frau und Kind für Bianchi verließ.
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