Brigitte Giraud

Die Liebe ist doch sehr überschätzt

Erzählungen
Cover: Die Liebe ist doch sehr überschätzt
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783100244222
Gebunden, 91 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Anne Braun. Liebesgeschichten enden im allgemeinen schlecht. Zumindest enden sie. Ohne Pathos, ohne Klischee, mit Zartheit und Sanftmut, entlarvt Brigitte Giraud den Alltag der Beziehungen. Elf Momentaufnahmen über die Liebe. Elf Mal Trennung, Es-den-Kindern-sagen, jemanden vermissen, einen Platz im Leben suchen, gemeinsam Nacht und Tag erleben, verlieben und sterben. Brigitte Giraud erzählt von Enttäuschung und Ratlosigkeit, von Arrangements mit der Lüge, von Brüchen und Zerrissenheit und von verlorener Leidenschaft. Sie schreibt einfach und doch voller Zwischentöne über Banalitäten, die keine sind, über zu viele Schlafzimmer und zu wenig Sex. Die Liebe ist doch sehr überschätzt. Es lebe die Liebe.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.01.2009

Martin Krumbholz zeigt sich sehr angetan von dem Erzählungsband Brigitte Girauds, der in elf Geschichten das Scheitern der Geschlechterbeziehungen variiert. Wiewohl den Erzählungen etwas Exemplarisches anhafte, gerieten sie nie klischeehaft, lobt der Rezensent, der das vor allem der anschaulich-sinnlichen und dabei äußerst genauen Sprache der französischen Autorin zuschreibt. Wenn er überhaupt einen Mangel erkennen will, dann vielleicht den, dass fast immer die Frau in diesen Texten verlassen wird oder unglücklich liebt. Wohl deshalb hat Krumbholz besonders die Geschichte "Der Sommer, als ich zehn war" gefallen, in der ein Mann mit seiner Tochter von seiner Frau während eines Sommerurlaubs verlassen wird.
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