Bov Bjerg

Die Modernisierung meiner Mutter

Geschichten
Cover: Die Modernisierung meiner Mutter
Blumenbar Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783351050337
Gebunden, 160 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Gerade als seine Mutter den Führerschein macht, lässt der Gemeinderat eine Fußgängerampel aufstellen, mit fatalen Folgen für Mensch und Tier. Und ausgerechnet während des Urlaubs mit seiner Freundin in einem amerikanischen Nationalpark zieht ein heftiger Sturm auf. Und mitten im Zug auf halber Strecke zum Satireabend nach Frankfurt stürzen die Zwillingstürme ein. Egal ob Mütter oder Söhne, Lokaljournalisten oder Bankdirektoren, Münzsammler oder Apotheker - die Figuren in Bov Bjergs Geschichten haben eins gemeinsam: Für ihren Lebensweg gibt es keinen Verkehrsfunk. Schwäbische Alb, Berlin, Amerika. Das sind ihre Koordinaten. Aber was unterwegs passiert, damit müssen sie irgendwie allein fertig werden.
Die in diesem Buch veröffentlichten Geschichten waren bis auf eine in dem E-Book "Ohne Brille kann ich recht und links nicht unterscheiden" enthalten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.08.2016

Jan Wiele liest die gesammelten Texte von Bov Bjerg als Art Fortsetzung von dessen Bestseller "Auerhaus", wenngleich sie aus der Zeit vor dem Roman stammen. Es handelt sich laut Rezensent um Lesebühnen-Beiträge, kabarettistisch und kurz, oft absurd und nicht immer allzu zugänglich. Dennoch scheinen sie Wiele den Erzählskosmos des Romans zu etablieren, eine Provinzjugend in der alten Bundesrepublik. Und sie atmen den "sonderbaren" Humor des Autors, sind halb zynisch, halb melancholisch und bestechen durch die gekonnte Zuspitzung von Sachverhalten oder Eigenschaften, meint Wiele.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.07.2016

Rezensent Christopher Schmidt kann dem Romanautor Bov Bjerg beim Werden zusehen mit diesen Geschichten. Seinen Ton bildend, Geschichten erprobend, legt der Autor hier laut Schmidt kleine und kleinste Geschichten aus 20 Jahren vor, eine Singles-Collection, die für den Rezensenten mehr ist als Zweitverwertung, nämlich einerseits eine pointenreiche Moralitätensammlung aus dem Berliner Wedding, wenngleich nicht immer überzeugend, und andererseits eine Art Making-of des Romans "Auerhaus" mit Motiven und Figuren aus Bjergs Erfolgsbuch.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 21.07.2016

Das erste Drittel von Bov Bjergs Geschichten in "Die Modernisierung meiner Mutter" hat Rezensent Joachim Bessing wirklich gefallen. Es gibt dort die Vorgeschichte zu Bjergs "Auerhaus" zu lesen und schön abgeschaute Anekdoten aus dem Schwäbischen, die voll sprechender Details stecken, verrät der Rezensent. Weil sechzig Seiten sich aber schlecht verkaufen lassen, besonders wenn es sich um den Zweitling nach einem Erfolgsbuch handelt, hat der Verlag hundert weitere aus den Schubladen des Autors gezerrt, und die wirken bestenfalls angestaubt, erklärt Bessing. Eingefleischten Auerhaus-Fans empfiehlt der Rezensent das Buch trotz allem.
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