Klappentext

Das neue Deutschland hat viele Namen - einer davon ist Devrim. "Mein Name ist Revolution" ist ein politisches Buch und ein Liebesroman: die Geschichte von Devrim (deutsch: Revolution), dessen kommunistische Eltern in den 70ern nach Deutschland kommen und über Nacht mit einem Lottogewinn reich werden. Imran Ayata erzählt frei von Folklore und mit Witz, in einer klaren Sprache und Tonlage, die es in der sogenannten Migrantenliteratur so noch nicht gab. Hinter der Fassade eines sich cool gebenden Berlins verbergen sich Geschichten und Welten, die manchem vertraut, vielen aber völlig unbekannt sind.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.03.2012

Noch ein Roman aus dem Berliner Nachtleben, will Rezensentin Annabel Wahba schon klagen, bis sie feststellt: Imran Ayatas "Mein Name ist Revolution" ist besonders. Zwar folgt sie auch hier einem typischen Berliner Mittdreißiger durch sein "kinderloses, alkohollastiges" und überwiegend nachtaktives Großstadtleben, aber Ayatas Protagonist heißt Devrim, ist türkisch-kurdischer Herkunft und seine früh verstorbenen Eltern waren Kommunisten, die zu den ersten türkischen Lottomillionären in Deutschland gehörten. Amüsiert liest die Kritikerin von Devrims ganz alltäglichen Problemen und Liebesbeziehungen und begleitet ihn auf einem kurzen Ausflug in die Türkei, in der er sich allerdings ziemlich fremd fühlt. Und so stellt die Rezensentin nicht nur fest, wie unsinnig die Bezeichnung "Deutscher mit Migrationshintergrund" ist, sondern hat nebenbei auch einen wunderbaren deutsch-türkischen Vereinigungsroman gelesen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.12.2011

Nicht wirklich erwärmen kann sich Tim Caspar Boehme für Imran Ayatas Debütroman. Der Roman kreist um das wilde Leben des türkischstämmigen Berliners Devrim, der sich aufgrund einer Erbschaft ganz seinem Dasein als Szenegänger widmen und das heißt vor allem: trinken, koksen, Frauen abschleppen kann. Literarisch scheint Boehme das Werk eher unbedeutend: die Sprache findet er oft "hölzern", auf Pointen bedacht und "unfreiwillig komisch". Das Ganze, so seine Vermutung, soll ein wenig an Popliteratur erinnern. Aber auch die Behandlung der Frage nach der Identität des deutsch-türkischen Protagonisten - neben seinem wilden Nachtleben das zweite Thema des Buchs - scheint dem Rezensenten nicht so recht gelungen. Ihm jedenfalls will es nicht gelingen, sich ernstlich für den Protagonisten, seine kulturelle Selbstbestimmung und die anderen Figuren des Romans zu interessieren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2011

Lena Bopp ist gern mit dem Helden dieses Romans durch die Berliner Nachtwelt gezogen. Autor Imran Ayata schickt ihn Nacht für Nacht nach seiner Arbeit als Radiomoderator vom Sender ins Taxi, vom Einstein in die Bar 103, vom Rheingold ins Bateau Ivre. Dieses unangepasste Kreuzberger Leben hat der Rezensentin gefallen, dieser "Alltag zwischen Rausch und Reue". Noch besser gefunden hätte sie allerdings, wenn die Hauptfigur Devrim Bulut, Sohn kommunistischer Eltern, ein paar Konflikte auszutragen hätte oder eine Entwicklung durchmachen würde, ausgerechnet mit seinem besten Kniff hat sich der Autor aber darum gebracht. Schade, meint Bopp, so ist aus dem - immerhin - "schönen, uneitlen, unterhaltsamen Buch" kein echtes Werk geworden.
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