Als Ingas Tochter - gerade volljährig - verschwindet, sieht sie, die als Yogalehrerin Meisterin der Entspannung ist, erst einmal keinen Grund zur Aufregung. Dann weicht die Gelassenheit zunehmend einer Unruhe, und Inga macht sich auf eine Suche, die sie aus ihrem Leben führt, wie sie es kannte
Shirin Sojitrawalla bedauert, dass Kristin Rübesamens Roman seine Mitte nicht findet. Interessant findet die Rezensentin am Text vor allem das Thema eines aus dem Takt geratenen Lebens. Zeitgemäß erscheint ihr die Figur einer Yogalehrerin auf der Suche nach ihrer Tochter, gelungen findet sie die Psychopathologie Berlins, die das Buch en passant zeichnet. Immer wieder überzeugt die Autorin sie mit kenntnisreichen, hellsichtigen Einblicken in Milieus und Figuren. Um was es im Kern eigentlich geht, weiß die Rezensentin am Ende der Lektüre allerdings nicht.
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