Boris Johnson

Der Churchill-Faktor

Cover: Der Churchill-Faktor
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2015
ISBN 9783608948981
Gebunden, 472 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Norbert Juraschitz und Werner Roller. Mit viel Gespür für die erhellende Anekdote schildert Boris Johnson Leben und Charakter des bedeutendsten britischen Staatsmannes des 20. Jahrhunderts (1874 -1965). Fasziniert von der Einmaligkeit, dem Humor und Sprachwitz, dem Abenteurertum, den politischen und literarisch-künstlerischen Leistungen seines Helden, hat er eine kenntnisreiche Liebeserklärung an Winston S. Churchill verfasst. Johnson zeigt, was die Jahrhundertgestalt Churchill jedem von uns heute noch bedeuten kann.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.09.2015

Alexander Menden macht sich nichts vor: Boris Johnsons Buch über Churchill ist nicht zuletzt ein Buch über Boris Johnson. Dass Londons Bürgermeister nichts wesentlich Neues über den Kriegspremier anzubieten hat, überrascht Menden schon deshalb nicht. Zwischen Johnsons illusionsloser Perspektive auf Churchills Rücksichtslosigkeit und PR-Raffinesse und seiner offenen Sympathie für den Kriegsentscheider entdeckt der Rezensent als mitdenkender Leser schließlich ein mögliches Movens für das Buch: Demnach dient die Positionierung Churchills gegen das Establishment seiner eigenen Partei dem Autor als Spitze gegen jene Tories, die Johnsons unkonventionellen, publicitysüchtigen Politikstil nicht zu schätzen wissen.
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Rezensionsnotiz zu Die Welt, 22.08.2015

Boris Johnsons Churchill-Biografie ist für Thomas Kielinger zu sehr Johnson-Biografie. Dass der Autor um seine Churchill-Begeisterung keinen Hehl macht und zugleich nicht davor zurückschreckt Parallelen zu seiner eigenen Laufbahn und Person zu ziehen, stößt Kielinger, der selbst Autor einer Churchill-Biografie ist, bitter auf. Aber was solls, Johnson schreibt ja auch weniger wie ein Historiker und mehr wie ein Autor eines Abenteuerromans, meint der Rezensent. Wenig verwundert ihn da, dass Kritik an Churchills Stil im Buch eher wenig vorkommt. Schade, findet Kielinger, denn zur Größe, findet er, gehört auch die Schuld.
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