Bogdan Musial

Mengeles Koffer

Eine Spurensuche
Cover: Mengeles Koffer
Osburg Verlag, Hamburg 2019
ISBN 9783955102005
Gebunden, 240 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Unter Mitarbeit von Andrea Böltken und mit einem Nachwort von  Jan Philipp Reemtsma. Ein Schweizer Banksafe, Josef Mengele, geheimnisvolle Dokumente aus dem Lager Auschwitz-Birkenau, wo die berüchtigten medizinischen Versuche an Häftlingen vorgenommen wurden - verfasst von einem daran beteiligten jüdischen Häftlingsarzt. Das ist der Ausgangspunkt einer Geschichte, die auf eines der zynischsten NS-Verbrechen verweist. Wer waren diese Ärzte, die gezwungen wurden, an der Seite Mengeles Menschenversuche durchzuführen? Doch was zunächst nach einer historischen Sensation aussieht, entwickelt sich zu einem regelrechten Wissenschaftskrimi. Denn die Dokumente, die Bogdan Musial von - wie er glaubt - vertrauenswürdiger Seite angeboten werden, entpuppen sich als Fälschung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.11.2019

Spannend findet Rezensent Thomas Urban dieses Buch des polnischen Historikers Bogdan Musial, dem ein sensationelles Dokument zugespielt worden war: Ein jüdischer Assistent des KZ-Arztes Josef Mengele soll angeblich Tagebuch geführt haben, die Enkelin, nicht weniger als eine ungarische Gräfin und Leibärztin von Papst Johannes Paul II., hat dem Historiker auf diese tollen Informationen gebracht. Die Gräfin war so falsch wie die Tagebuch, stellt Urban schnell klar, aber wie Musial das erzählt und mit eine Biografie des KZ-Arztes verbindet, das hat den Rezensenten beeindruckt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.11.2019

Der hier rezensierende Schauspieler Ilja Richter liest das Buch des Historikers Bogdan Musial mit Staunen. Die Geschichte eines versuchten Betrugs mit gefälschten Dokumenten aus dem KZ Auschwitz-Birkenau, die Musial erzählt, kommt ihm unglaublich vor. Dass Musial aber mitnichten etwas erfindet, sondern die Lügen der Hochstaplerin Magdolna Kaiser über Mengele und ihren Großvater dazu verwendet, über Schuld und Mitschuld von jüdischen Lagerärzten nachzudenken, findet Richter bemerkenswert. Aufschlussreich wie der Band selbst erscheint ihm das Nachwort von Jan Philipp Reemtsma.

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