Bodo V. Hechelhammer

Doppelagent Heinz Felfe entdeckt Amerika

Der BND, die CIA und eine geheime Reise im Jahr 1956.
Cover: Doppelagent Heinz Felfe entdeckt Amerika
Schöningh, Paderborn 2017
ISBN 9783506786944
Gebunden, 256 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Im Herbst 1956 besuchten BND-Mitarbeiter auf Einladung der CIA die USA. Über mehrere Wochen bereisten sie das Land, um die amerikanische Kultur besser kennenzulernen. Doch in der Reisegruppe befand sich unerkannt auch ein KGB-Spion: Heinz Felfe. Er entdeckte Amerika im Auftrag Moskaus. Seit Anfang der fünfziger Jahre organisierte die CIA für handverlesene westdeutsche Geheimdienstmitarbeiter Rundreisen durch die USA. Hinter dem Programm stand die Überlegung, den Teilnehmern die Größe und Vielfalt, vor allem aber die Überlegenheit des Landes vor Augen zu führen. Erstmalig zeichnet der Autor anhand von bislang unveröffentlichten Originalfotos, Reisenotizen und Dokumenten detailliert eine dieser Reisen nach.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.01.2018

Andreas Förster ist zwiegespalten angesichts von Bodo Hechelhammers Buch über die USA-Reise des beim BND beschäftigten, für die Sowjets arbeitenden Doppelagenten Heinz Felfe im Jahr 1956. Einerseits bietet ihm der Autor ihm mit seiner Darstellung eine bisher unbekannte Geschichte aus den Archiven des BND, randvoll mit unbekannten Details. Andererseits sind dem BND-Chefhistoriker Hechelhammer laut Förster aber auch die Hände gebunden, schließlich darf er seinen Arbeitgeber nicht verärgern. Lesenswert ist der reich bebilderte Band für Förster dennoch, füllt er doch eine Lücke in der Literatur über den BND.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 25.09.2017

Norbert F. Pötzl liest diese Spionage-Geschichte aus der Feder des BND-"Chefhistorikers" Bodo V. Hechelhammer mit Spannung. Wie der Autor anhand amerikanischer und ost- wie westdeutscher Geheimdienstakten, Briefen und Tagebucheinträgen die USA-Reise des Doppelagenten Heinz Felfe rekonstruiert und wie nah Felfe damals einer Enttarnung kam, hat Pötzl gefesselt, auch wenn ein Schwelgen in Einzelheiten ihm die Lektüre bisweilen erschwert. Mitzuerleben, wie ein Sowjet-Spion den gegnerischen Dienst ausspioniert, scheint den Rezensenten fasziniert zu haben.
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