König werden ist nicht schwer, König sein dagegen sehr. Das stellen nach vielen Abenteuern und Bewährungsproben fest: die Kinder Robert, Moritz und Johanna, das Schwein König Schwarte, die Maus Charlie "Tasso" Koffer, der Esel Carlo Spannnagel, die Katze Fräulein Bellmaus und die Eule Dr. Johannes Loy. F. K. Waechter und Bernd Eilert laden ein in eine fröhlich-verkehrte Welt, in der es doch mit rechten Dingen zugeht. Dieses Buch für Kinder, Eltern und andere anspruchsvolle Leser, das erstmals 1972 erschienen ist, setzt allem die Krone auf. Man kann es nämlich nicht nur lesen, man kann sogar mitmachen: falzen, raten, reimen, puzzlen, malen, singen, ja auch mit der Schere darf man es traktieren.
Auch heute noch findet Rezensentin Eva-Christina Meier dieses zuerst 1972 erschienene Buch zum Mitmachen außergewöhnlich. Ein Klassiker, wie sie schreibt, mit dem F. K. Waechter einst zu seinem Stil gefunden habe. Bereits das Puzzle, dem die Anleitung beigefügt sei, man könne es auch heil lassen und an die Wand hängen, begeistert sie auch nach siebenundzwanzig Jahren noch. Aber auch der Rest dieser durch und durch antiautoritären Geschichte mit Aufruf zur Revolte macht ihr Riesenspaß.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.09.2008
"Ein großes Glück" nennt Tilman Spreckelsen die Wiederauflage des im besten Sinne antiautoritären Kinderbuchklassikers "Die Kronenklauer" von 1972 - ein Buch, das abgesehen von geringfügigen Coververänderungen dem Original samt Bastelbögen entspricht. Spreckelsen lobt die grandiosen Bilder F.K. Waechters, die der "selbstverständlichen Großartigkeit" des freien Textspiels von Bernd Eilert, beide Mitglieder der Neuen Frankfurter Schule, ebenbürtig gegenüberstehen. In "Kronenklauer" geht es - und offenbar aufs Turbulenteste - um den Kampf dreier Kinder gegen einen Tyrannen mit Namen König Schwarte und andere, auch nicht perfekte Herrscher. Das Buch, so Spreckelsen, ist aus dem Geist der 68er geboren und taugt, so man es frühzeitig zu lesen bekommt, sehr, die gesunde Skepsis gegenüber herablassender Autorität zu schüren. Es propagiert die "fröhliche Anarchie" und spottet über alles, was sich zu wichtig macht: schon dafür alleine habe sich 68 gelohnt.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…