Der Imam der bayerischen Gemeinde Penzberg ist eine Symbolfigur für die geglückte Integration einer muslimischen Gemeinschaft in ein ausgeprägt selbstbewusst-traditionelles Milieu. Er repräsentiert einen weltoffenen, loyalen und transparenten Islam und widerlegt mit seiner Reform-Moschee den Verdacht von der Unvereinbarkeit von Islam und Rechtsstaat. Idriz beschreibt das Penzberger Modell und entwickelt daraus eine realistische und vielversprechende Roadmap für ganz Deutschland.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2011
Rezensent Patrick Bahners ist als dem Autor des Buches außerordentlich wohlgesinnter Rezensent wieder im Anti-Panikmacher-Einsatz. Der Imam Benjamin Idriz, der in der bayerischen Gemeinde Penzberg tätig ist, wird seit Jahren im Verfassungsschutzbericht erwähnt - was ihm vielfach schadet. Der Skandal daran, so Bahners: Es gibt für diese Erwähnung keinen hinreichenden Grund. Nichts, was Idriz je nachweislich geäußert habe, deute auf Nähe zum Islamismus - ganz im Gegenteil. Für dieses Buch, in dem der Autor ein weiteres Mal für die Vereinbarkeit des Grundgesetzes mit der Ausübung des muslimischen Glaubens argumentiert, gelte das wiederum. Anzuklagen sei in diesem Fall, so Bahners, einzig der Verfassungsschutz, der als "Inquisition" einen "Ketzer erfindet".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.02.2011
Die hier rezensierende Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Lamya Kaddor begrüßt Benjamin Idriz' Buch "Grüß Gott, Herr Iman!". Sie schätzt den Iman und Islamgelehrten für seine Integrität und seinen Mut. Schlüssig führt er ihres Erachtens vor Augen, dass Islam und Demokratie keinen Widerspruch darstellen. Zudem hebt sie hervor, dass Idriz konsequent die Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung von Mann und Frau postuliert. Auch in theologischer Hinsicht findet Kaddor die Ausführungen des Autors überzeugend. Ihr Fazit: ein verdienstvolles Buch, das die Bemühungen um eine "Weiterentwicklung des Islam" voranbringt.
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