Im Jahr 2151 hat von der Weltbevölkerung aufgrund von Klimaschäden nur noch ein Zehntel überlebt. Die Menschheit lebt in einem prekären Gleichgewicht. In sieben städtischen Gebieten gruppiert hat sie neue Modelle des Zusammenlebens gefunden. Anderswo dehnt sich die Natur frei aus. Simone, eine Astronautin, ist Teil der Weltraumforschungsmission SOON: eine Reise ohne Wiederkehr, ein Projekt von beispiellosem Ehrgeiz in der Geschichte der Menschheit. Vor der großen Abreise macht sie mit ihrem Sohn Yuri eine letzte Reise.
Rezensent Ralph Trommer hält Thomas Cadenes und Benjamin Adams Comic-Utopie für ein ebenso aufwändiges wie durchdachtes Zukunftsszenario, das das Fortbestehen der Menschheit nach der Katastrophe untersucht. Gut gefällt ihm, dass sich das Buch als Utopie wie als Dystopie begreifen lässt. Ein Reset der Menschheit birgt beide Szenarien, ahnt Trommer. Und die Autoren bieten dazu ein glaubwürdiges "Planspiel", versichert er. Weniger gut gefallen haben ihm die detaillierten wissenschaftlichen Referate und die mitunter an Infografiken erinnernde Seitenaufteilung im Band. Die Figuren erscheinen ihm allzu ausdrucksschwach.
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